Film

DIE WÜRGHAND/THE STRANGLING HAND
(DVD / Soundtrack for a silent movie / 1920 / 2011)

 

CinemaSessions #1
Die Würghand / The Strangling Hand

Live Soundtrack by Ulrich Troyer & Juergen Berlakovich

THE STRANGLING HAND yields the perfect stage for Carmen Cartellieri, the famous movie prima donna, to star as femme fatale. She plays a beautiful and ruthless woman who finds herself entagled in an intricate family secret, confronted with murders and mysterious deaths. The movie’s director Cornelius Hintner exploits the cinematic achievements of the 1920s: By relying not only on special effects but also on the beautiful landscape of the Semmering region, he intensifies the plot’s innate drama.

THE STRANGLING HAND can be considered to be a prototype of Austrian B movies. This movie fascinates today’s viewers with vivid colours and the actors‘ outstanding performances.

The soundtrack of THE STRANGLING HAND was both performed live and recorded on October 23rd, 2010 by Juergen Berlakovich and Ulrich Troyer during the Filmarchiv Austria retrospective at the Viennale (Vienna International Film Festival).

Duration: 69 Minuten
Format: DVD (Codefree / PAL)
ISBN-13 978-3-902781-04-8

EUR 9,90 (plus shipping costs)

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DVD-PRESENTATION

15th April 2011
Screening and Live-Soundtrack together with Ulrich Troyer at WUK, Vienna.

16th April 2011
Screening and Live-Soundtrack together with Ulrich Troyer at WUK, Vienna.

 

SILENT MASTERS 2: FEMME FATALE
Die Würghand (1920)
(LIVE SOUNDTRACK @ VIENNALE 2010)
SAMSTAG 23.10., 18:30

Composed and performed by Ulrich Troyer & Juergen Berlakovich.
Duration: 69 minutes.

Commissioned by FILMARCHIV AUSTRIA & VIENNALE.

Als man, internationalen Vorbildern folgend, in Österreich um 1920 die Namen bekannter Filmschauspielerinnen um den Nimbus der bislang auf der Opernbühne beheimateten »Diva« erweiterte, fand man in Carmen Cartellieri eine ideale Repräsentationsfigur dafür. Ihren mährischen Geburtsort durch Mailand und ihre Vornamen Franziska Ottilia durch Carmen ersetzend, korrigierte Cartellieri fortan ihre Biografie ins adäquat Illustre, war vor allem unter der Regie des gebürtigen Südtirolers Cornelius Hintner in Melodramen und Komödien gleichermaßen erfolgreich und firmierte als Patronin der Cartellierifilm Ges.m.b.H., deren erste Produktion 1920 DIE WÜRGHAND wurde. Cartellieris Filmkarriere begann 1918 in Budapest, wie viele andere Filmschaffende verließ sie Ungarn jedoch 1919, um in Wien endgültig zur populären Leinwanddarstellerin zu werden. Verheiratet war sie mit Mano Ziffer-Teschenbruck, der seinerseits eine pittoreske Karriere durchlief: Maler, Chemiker, Erfinder, Ministerialrat im Eisenbahnministerium und zwischen 1920 und 1922 auch Filmregisseur und Drehbuchautor.

DIE WÜRGHAND war eine ideale Geschichte zur Manifestation einer Filmdiva als »Femme fatale«: Eine schöne, skrupellose Frau, inmitten eines mysteriösen Familiengeheimnisses, konfrontiert mit Morden und übernatürlichen Todesfällen. Regisseur Hintner kombiniert mit den filmtechnischen Möglichkeiten der frühen 1920er-Jahre die immanente Theatralik der Grundgeschichte um Spezialeffekte und den Einbezug der Naturkulisse des Semmeringgebietes. Die Strahlkraft der Diva Cartellieri währte nur kurz. Als sie 1924 erneut mit mysteriösen Greifwerkzeugen in Berührung kam – ORLACS HÄNDE in der Regie Robert Wienes – war sie bereits nur mehr Nebendarstellerin, 1928 beendete sie mit 37 Jahren ihre Filmkarriere. Als sie 1953 mit 62 Jahren in Wien verstarb, mussten die Zeitschriften der Öffentlichkeit bereits erläutern: »Die Künstlerin war einer der ersten Filmstars und hatte nach dem Ersten Weltkrieg einen großen Namen.« (gk)

DIE WÜRGHAND A 1920
REGIE, BUCH Cornelius Hintner
MIT Carmen Cartellieri, Viktor Kutschera, Hugo Werner-Kahle, Adolf Weisse, Hans Rhoden, Eugen Preiss
PRODUKTION Cartellieri-Film, Wien
FORMAT 35 mm, viragiert
LÄNGE 1718 Meter
LAUFZEIT 22 B/Sek., 69 Minuten


KRIEG UND KINO II
(LIVE SOUNDTRACK @ VIENNALE 2009)

Composed and performed by Ulrich Troyer & Juergen Berlakovich.
Duration: 79 minutes.

Commissioned by FILMARCHIV AUSTRIA & VIENNALE.

KRIEG UND KINO II

Die Geschichte der österreichischen filmischen Kriegsberichterstattung im Ersten Weltkrieg lässt sich in zwei größere Abschnitte unterteilen: bis etwa 1916, als vor allem die Präsentation von Technik von Bedeutung war, und die letzten Kriegsjahre, in denen sich eine stärkere Einbindung narrativer Elemente in der filmischen Propaganda bemerkbar macht. Schon vor dem Ersten Weltkrieg erreichten die österreichischen Filmfirmen ihr Publikum auch mit dokumentarischen Streifen. Die Kriegswochenschauen der ersten Jahre des Konflikts waren noch nach den Richtlinien und Ansätzen der zivilen dokumentarischen Berichterstattung konzipiert und erfuhren nach und nach eine Veränderung. Das Programm bietet einen Querschnitt durch das filmische Propagandaangebot nach 1916: Von der einleitenden Reflexion der Aufnahmebedingungen geht es hin zur Schlacht um Görz, wo die Zwischentitel den Blick des Publikums einrichten sollen. Setzen die Beiträge zu den Kriegsadlern und dem blutigen Stellungskrieg eher auf die vielfach beworbene Luftwaffe und die Vermittlung eines trügerischen militärischen Überblicks, aus dem sich die Planbarkeit und Sinnhaftigkeit militärischer Gefechte ableiten lassen soll, möchte der Film über das Kriegsgefangenenlager die wirtschaftlichen Vorteile solcher Einrichtungen und die humanitäre Haltung der Österreicher betonen. Auch der Film über Karl I. setzt auf das Herausstreichen von Menschlichkeit: Der sich sorgende Kaiser soll dabei als frommer, pflichtbewusster und telegener erster Soldat des Reiches inszeniert werden. (Thomas Ballhausen)


LAUFZEIT (2004)

Film: Tatjana Berlakovich
Music: Juergen Berlakovich

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